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On the Waterfront
Elia Kazan (USA 1954)

Terry Malloy, einen erfolglosen Ex-Boxer, Hafenarbeiter und Laufburschen für den korrupten Gewerkschaftsboss Johnny Friendly, plagen Schuldgefühle, nachdem er einen aufbegehrenden Arbeiter unwissentlich in eine tödliche Falle gelockt hat. Doch erst die Liebe zu Edie, der Schwester des Getöteten, lässt Terry erkennen, wie tief er gesunken ist. Als sein zwielichtiger Bruder Charley brutal ermordet wird, weil er Terry nicht umbringt, setzt Terry alles daran, Friendlys dunkle Machenschaften zu untergraben.
«Dies war Elia Kazans Film, nachdem er dem Kongressausschuss für unamerikanische Umtriebe (HUAC) zugesagt hatte, Gesinnungsgenossen aus seiner Zeit in der kommunistischen Partei zu nennen, und zum Outcast der Linken geworden war. On the Waterfront war unter anderem Kazans Rechtfertigung für seine Entscheidung, vor dem HUAC auszusagen. (…) Regisseure machen Filme aus allen möglichen verborgenen Gründen, und wenigstens stand Kazan zu seinen. Und er machte einen kraftvollen und einflussreichen Film, einen, der Brandos unschätzbaren Einfluss auf den Wechsel des Tonfalls in der amerikanischen Filmschauspielerei der fünfziger Jahre weiter erhöhte.» (Roger Ebert, Chicago Sun-Times, 21.3.1999)
«Hollywoodkino vom Besten, erzählt in physischen Termini. Wundersames Melodram und Gangstermovie. Und ein US-Gegenstück zum französischen Kino des Poetischen Realismus, gefilmt von Dziga Wertows Bruder Boris Kaufman an den Docks von Hoboken und in den winterlich unwirtlichen Strassen New Yorks – in schwarzgrauweisser Nuancen-Notation und stilisierten Tiefenschärfe-Bildern. Und das Paradestück eines Schauspieler-Regisseurs, ein Aushängeschild des ‹method acting›. Rod Steiger und Lee J. Cobb. Karl Malden und Eva Marie Saint. Und jener Akteur, von dem Kazan behauptet ‹he was as close to a genius as I've ever met among actors›: Marlon Brando.» (Harry Tomicek, Österreich. Filmmuseum Wien, 3/2008)

Trailer

Drehbuch: Budd Schulberg, nach einer Artikelserie von Malcolm Johnson, und der Erzählung von Budd Schulberg
Kamera: Boris Kaufman
Musik: Leonard Bernstein
Schnitt: Gene Milford

Mit: Marlon Brando (Terry Malloy), Karl Malden (Pater Barry), Eva Marie Saint (Edie Doyle), Lee J. Cobb (Johnny Friendly), Rod Steiger (Charley «the Gent» Malloy), Pat Henning (Timothy J. «Kayo» Dugan), Leif Erickson (Glover, Kriminalinspektor), James Westerfield (Big Mac), Tony Galento (Truck), Tami Mauriello (Tullio), John F. Hamilton («Pop» Doyle), Fred Gwynne (Slim)

108 Min., sw, DCP, E/d

Spieldaten


Vergangene Vorstellungen:
Fr.,
30.5.2014
20:45
So.,
1.6.2014
20:45
Sa.,
7.6.2014
20:45
So.,
8.6.2014
15:00
Fr.,
13.6.2014
15:00
Sa.,
14.6.2014
18:15
Mi.,
25.6.2014
15:00
Mo.,
30.6.2014
18:15