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Zigeunerweisen
(Tsigoineruwaizen)
Seijun Suzuki (Japan 1980)

Japan zu Beginn der 1920er Jahre. Der Deutschprofessor Nakasono trifft während einer Reise seinen ehemaligen Studienkollegen Aochi wieder. Gemeinsam lernen sie die Geisha Koine kennen, die die beiden in einen Strudel der Gefühle hineinzieht, der bald auch ihre Ehefrauen erfasst und in einem bizarren Beziehungsgeflecht endet. Nach dem Fiasko des vorigen Films feierte Suzuki mit Zigeunerweisen einen triumphalen Erfolg.
Der erste Teil von Suzukis «Taisho-Trilogie» ist ein surreales Bildgedicht, in dem er die stilistischen Charakteristika seiner früheren Filme mit einer gänzlich neuen Kino-Poetik verband. Er war jetzt kein B-Picture-Regisseur mehr.
«Zigeunerweisen ist Suzukis erster vollkommen unabhängig produzierter Film. Japanische Kinos weigerten sich anfangs, ihn zu zeigen, sodass der Filmgesellschaft Arato nichts anderes übrigblieb, als Vorführungen in einem Zelt zu organisieren, die sehr erfolgreich waren. 1981 gewann er einen Sonderpreis der Jury bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin und wurde von Filmkritikern in Japan zum besten japanischen Film der 1980er Jahre gewählt.» (Werkschau Seijun Suzuki, Cinemathek & Jap. Kulturinstitut Köln, 1994)

Drehbuch: Yozo Tanaka, nach dem Roman «Sarasate no ban» von Hyakken Uchida
Kamera: Kazue Nagatsuka
Musik: Kaname Kawachi
Schnitt: Nobutaka Kamiya

Mit: Yoshio Harada (Nakasono), Naoko Otani (Koine/Sono), Toshiya Fujita (Aochi), Michiyo Okusu (Shuko), Kisako Makishi (Taeko), Kiki Kirin (Frau), Akaji Maro (blinder Künstler)

145 Min., Farbe, 35 mm, Jap/e

Spieldaten


Vergangene Vorstellungen:
Mo.,
27.1.2014
18:15
Fr.,
31.1.2014
20:45