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Keeper of the Flame
George Cukor (USA 1942)

In Stoff und Stimmungslage ein eher untypischer Cukor-Film, doch findet sich darin unübersehbar seine Lust, scheinbar Eindeutiges fragwürdig erscheinen zu lassen. Donald Ogden Stewart, der die Drehbücher zu den Komödien Holiday und The Philadelphia Story geliefert hatte, schrieb diesmal eine Art Politkrimi: Nach dem Unfalltod eines prominenten Politikers, eines Pfeilers amerikanischer Demokratie und Freiheit, sucht ein renommierter Journalist Material für eine Biografie. Die offizielle Version seines Todes erscheint mit jeder neuen Information fragwürdiger, seine Witwe und seine ergebenen Mitarbeiter wirken immer suspekter. Die Legende des grossen Mannes bröckelt; hinter dem vom Verstorbenen lautstark propagierten Amerikanismus werden Pläne für eine faschistische Machtübernahme sichtbar. Diese Warnung vor dem kaschierten Faschismus im eigenen Land trug dazu bei, dass Stewart, einer der führenden Köpfe von Hollywoods Anti-Nazi League, nach dem Krieg «unamerikanischer» Aktivitäten verdächtigt und von den Kommunistenjägern ins britische Exil getrieben wurde. (meg)

Drehbuch: Donald Ogden Stewart, nach einem Roman von I. A. R. Wylie
Kamera: William Daniels
Musik: Bronislau Kaper
Schnitt: James E. Newcom

Mit: Spencer Tracy (Stevie O'Malley), Katharine Hepburn (Mrs. Christine Forrest), Richard Whorf (Clive Kerndon), Margaret Wycherly (Mrs. Forrest), Forrest Tucker (Geoffrey Midford), Frank Craven (Dr. Fielding), Donald Meek (Mr. Arbuthnot), Howard Da Silva (Jason Rickards), Stephen McNally (Freddie Ridges), Audrey Christie (Jane Harding), Percy Kilbride (Orion Peabody), Darryl Hickman (Jeb Rickards)

100 Min., sw, DCP, E/f

Spieldaten


Vergangene Vorstellungen:
So.,
27.10.2013
20:45
Do.,
31.10.2013
18:15