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Frauen der Nacht
(Yoru no onnatachi)
Kenji Mizoguchi (Japan 1948)

Nach dem Zweiten Weltkrieg: Trümmer und Verzweiflung. Zwei Schwestern haben keine andere Wahl als die Prostitution und geraten in ein Leben der Entwertung, Verbitterung und Brutalität.
«Ein Film der Ruinen und Ressentiments, der plötzlich aufflackernden Gewalttätigkeiten, dezimierten Familien, erniedrigten Frauen. (…) Der Film handelt ausschliesslich von Prostituierten. Mizoguchi habe an Orten in Osaka gedreht, an denen die Polizei nicht einmal einen Fuss hinzusetzen wage. In Partien erinnert der Film an vergleichbare Arbeiten der Neorealisten. In anderen ruft er die lyrischen Qualitäten des Regisseurs in Erinnerung und sein Streben nach langen organischen Erzähleinheiten. Dann bricht etwas hervor, was vor allem die jüngeren japanischen Regisseure an Mizoguchi bewunderten – unvorhergesehene Vehemenz, ein Hang zum Abrupten, Ungezügelten, eine plötzliche Wildheit, die Lust am Vulgären.» (Harry Tomicek, Österreich. Filmmuseum Wien, Nov. 2000)
«Zweifellos ist Frauen der Nacht einer der heftigsten, fesselndsten Filme des Regisseurs – er ist ein Beweis dafür, dass Mizoguchi stets versucht, sich als moralischer Künstler neu auszudrücken.» (Michael Koresky, www.criterion.com, 20.10.2008)

Drehbuch: Yoshikata Yoda, nach dem Roman «Joseimatsuri» von Eijiro Hisaita
Kamera: Kohei Sugiyama
Musik: Hisato Osawa
Schnitt: Tatsuko Sakane

Mit: Kinuyo Tanaka (Fusako Owada), Sanae Takasugi (Natsuko Kimijima), Tomie Tsunoda (Kumiho Owada), Mitsuo Nagata (Kenzo Kuriyama), Kumeko Urabe (Bordellmutter)

74 Min., sw, 35 mm, Jap/f

Spieldaten


Vergangene Vorstellungen:
Mi.,
31.10.2012
20:45
So.,
4.11.2012
18:15