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Umberto D.
Vittorio De Sica (Italien 1952)

«Dieses Porträt eines alten Mannes ist auf den ersten Blick einfach, aber eigentlich vielschichtig; es klagt das Italien der Nachkriegszeit an, besonders seinen Umgang mit alten Menschen. Die Hauptfigur (dargestellt von einem Laien, der Universitätsprofessor war) ist ein pensionierter Beamter ohne Freunde, Familie oder Aussichten. Sein einziger Freund ist sein Hund. Die magere Rente reicht nicht für Nahrung und Miete. (…) Wie viele andere Alte versucht Umberto die staatliche Behandlung der Pensionäre zu kritisieren. Ein Echo bleibt aus, und Selbstmord scheint dem deprimierten Mann der einzige Ausweg. Die Sorge um seinen Hund, der allein durch die Strassen streifen würde, hält ihn jedoch am Leben. (…) Umberto D., ein Meisterwerk des Neorealismus, ist ebenso durchdacht wie emotional, ebenso traurig wie warmherzig. Sentimentalität oder ein Sympathieappell fehlen, da sie schlicht unnötig sind. Die Emotionen sind echt.» (The Motion Picture Guide)

Drehbuch: Cesare Zavattini, Vittorio De Sica
Kamera: G. R. Aldo
Musik: Alessandro Cicognini
Schnitt: Eraldo Da Roma

Mit: Carlo Battisti (Umberto Domenico Ferrari), Maria Pia Casilio (Maria), Lina Gennari (Antonia), Elena Rea (die Krankenschwester), Memmo Carotenuto (Umbertos Zimmergenosse), Ileana Sinova, Riccardo Ferri, Pasquale Campagnola, Lamberto Maggiorani

89 Min., sw, 35 mm, I/d/f

Spieldaten


Vergangene Vorstellungen:
Mo.,
18.6.2012
18:15
Mi.,
20.6.2012
20:45