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Walkabout
Nicolas Roeg (GB 1971)

Zwei Geschwister irren im australischen Outback umher, nachdem sich ihr Vater umgebracht hat. Dabei stossen sie auf einen jungen Aborigine, der sich auf seinem «Walkabout» befindet, der Aborigine-Initiation ins Erwachsenenleben. Die drei werden Reisegefährten, allmählich wächst auch die erotische Spannung zwischen dem Mädchen und dem Aborigine-Jungen.
Nach dem Mick-Jagger-Vehikel Performance legte der britische Kameramann Nicolas Roeg mit diesem Australientrip sein Soloregiedebüt und seine letzte Arbeit hinter der Kamera vor – zwei Jahre später erlangte er mit dem Thriller Don’t Look Now Weltruhm. Was sein Markenzeichen wurde, das Erzählen in sprunghaften, fragmentierten Bildern, führt in Walkabout auf eine Bedeutungsebene jenseits des klischeehaften Kontrastpaars von Wildnis und Zivilisation: «Das Zeitempfinden der Aborigines ist weniger linear als das in einer von Uhren bestimmten Gesellschaft, was auch die Zeitstruktur des Films widerspiegelt. Geschieht wirklich alles, wie es gezeigt wird? Geschieht überhaupt irgendwas wirklich? Sind einige Augenblicke rein imaginär? In wessen Fantasie spielen sie? Solche Fragen lauern am Rand der scheinbar einfachen Geschichte. (...) Es ist nicht die herzerwärmende Geschichte von verlorenen Geschwistern, die dank dem findigen Aborigine überleben; vielmehr handelt der Film davon, wie die drei zuletzt noch immer verloren sind – mehr als zuvor, weil sie jetzt nicht mehr nur durch die Welt irren, sondern auch in sich selbst.» (Roger Ebert, Chicago Sun-Times, 13.4.97)

Drehbuch: Edward Bond, nach dem Roman «The Children» von James Vance Marshall (= Donald G. Payne)
Kamera: Nicolas Roeg
Musik: John Barry
Schnitt: Anthony Gibbs, Alan Pattillo

Mit: Jenny Agutter (Mädchen), Lucien John (=Luc Roeg; weisser Junge), David Gulpilil (schwarzer Junge), John Meillon (Vater), Peter Carver (No Hoper), Robert McDarra (Mann), John Illingsworth (junger Mann), Hilary Bamberger (Frau), Barry Donnelly (australischer Wissenschaftler), Noeline Brown (deutsche Wissenschaftlerin), Carlo Manchini (italienischer Wissenschaftler)

100 Min., Farbe, Digital HD, E/e

Spieldaten


Vergangene Vorstellungen:
Di.,
16.8.2011
18:15
Mi.,
17.8.2011
15:00
Mi.,
24.8.2011
20:45