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Yojimbo
Akira Kurosawa (Japan 1961)

«Die bestechendste Cadrage, die erregendste Symmetrie, das betörendste Chiaroscuro für die verkommenste aller möglichen Welten. Kurosawa malt im Bilderbuch des Schwertkämpfer-Genres mit grandios beschwingtem Pinsel (…). Seht da, ein Dorf mit prächtigen Holzhäusern, bevölkert vom Clan des Seidenhändlers und vom Clan des Sakefabrikanten, die einen Hyänen, die anderen Schakale – und jeder erpicht auf die Vernichtung des anderen. Ein reizender Mikrokosmos Japans, der Marktwirtschaft, der Welt. Toshiro Mifune als ‹Ronin›, herrenloser Samurai, gerät in die Stadt, wird Leibwächter der Schakale, dann der Hyänen, um zuletzt als feixender Profiteur beide Aasfresserparteien gegeneinander auszuspielen.» (Harry Tomicek, Österreich. Filmmuseum, Dez. 2005)
Kurosawa gibt als Hauptinspirationsquelle für die Handlung von Yojimbo den Film noir The Glass Key (Regie: Stuart Heisler, USA 1942) nach dem Roman Dashiell Hammetts an, doch von der visuellen Gestaltung, vom Personal und von den Themen her erinnert der Film vor allem an klassische Western, etwa von John Ford. Wie schon Die sieben Samurai (1954) mit The Magnificent Seven (John Sturges, 1960) erlebte folgerichtig auch Yojimbo ein Western-Remake, diesmal allerdings als Italowestern unter der Regie von Sergio Leone mit Clint Eastwood in der Hauptrolle (Per un pugno di dollari, 1964).

Drehbuch: Ryuzo Kikushima, Akira Kurosawa
Kamera: Kazuo Miyagawa
Musik: Masaru Sato
Schnitt: Akira Kurosawa

Mit: Toshiro Mifune (Sanjuro Kuwabatake), Eijiro Tono (Gonji, Sakefabrikant), Kamatari Fujiwara (Tazaemon, Seidenhändler), Takashi Shimura (Tokuemon, Sakefabrikant), Seizaburo Kawazu (Seibei, Tazaemons Diener), Isuzu Yamada (Orin, Seibeis Frau), Kyu Sazanka (Ushitora, Tokuemons Diener)

110 Min., sw, 35 mm, Jap/d/f, ab 12

Spieldaten


Vergangene Vorstellungen:
Mo.,
4.7.2011
18:30
Di.,
12.7.2011
20:45