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Ganga Bruta
Humberto Mauro (Brasilien 1933)

Ein reicher Ingenieur erschiesst seine Frau während der Hochzeitsnacht, wird aber vom Gericht freigesprochen. Ein Freund überträgt ihm den Bau einer modernen Fabrik inmitten einer abgelegenen paradiesischen Landschaft. Das sich zwischen der verführerischen Braut des Freundes, dem Ingenieur und seinem Freund entwickelnde erotische Spiel führt zu dramatischen Ereignissen.
Wie Glauber Rocha, Galionsfigur des brasilianischen Cinema novo, in seiner «Kritischen Revision des brasilianischen Kinos» (1963) bemerkte, ist Ganga bruta «kein ruhiger Film, sondern ein verkehrter Klassiker. Expressionistisch während der ersten fünf Minuten (…), wird er in der zweiten Sequenz zum realistischen Dokumentarfilm (…), dann zum Western (…), wächst mit der Kraft des klassischen russischen Kinos (…), um schliesslich, nachdem die Diskussion zwischen dem Bräutigam und dem kriminellen Ehemann (…) wieder an den deutschen Expressionismus erinnert, im Stil eines melodramatischen Abenteuerfilms zu enden». Hinzuzufügen wäre noch die in mehreren Szenen offenkundige Nähe zu Buñuels Un chien andalou und L'âge d'or. Zu beachten sind zudem die avantgardistische Fotografie und die Raffinessen der Tonspur.

Drehbuch: Humberto Mauro, Octavio Gabus Mendes
Kamera: Afrodísio de Castro
Musik: Radamás Gnatalli, Humberto Mauro

Mit: Durval Bellini (Dr. Marcos), Déa Selva (Sônia), Lu Marival (Marcos' Frau), Décio Murillo (Décio), Andréa Duarte (Décios Mutter), Carlos Eugênio (Dr. Moreira), Alfredo Nunes, Ivan Vilar, Humberto Mauro

80 Min., sw, 35 mm, Bras/e

Spieldaten


Vergangene Vorstellungen:
Do.,
14.10.2010
20:30
Di.,
19.10.2010
18:15