Am letzten panafrikanischen Filmfestival in Ouagadougou stand Zola Maseko mit seinem ersten Langspielfilm auf dem Siegerpodest. Das Politdrama, das auf einer wahren Geschichte beruht, wirft einen Blick zurück in eine Zeit, die für die kulturelle Identität der urbanen schwarzen Bevölkerung Südafrikas von überragender Bedeutung ist: die 50er Jahre in Sophiatown, einem später niedergerissenen Stadtviertel von Johannesburg. Erzählt wird von Henry Nxumalo, dem Sportreporter eines Lifestyle-Magazins, der seine Nächte in illegalen Jazzclubs verbringt und wegen den Ungerechtigkeiten des Apartheid-Regimes immer häufiger politische Themen aufgreift. Sein Blatt wird zu einem Sprachrohr der Anti-Apartheid-Bewegung und findet auch international Beachtung. Zusammen mit dem Fotografen Jürgen Schadeberg recherchiert Nxumalo unter schwierigsten Bedingungen in Gefängnissen und auf Burenfarmen, wo Schwarze wie Leibeigene gehalten werden. Als die beiden eine politische Verschwörung aufdecken, geraten sie in Lebensgefahr.
Von Zola Maseko zeigte cinemafrica bei früheren Ausgaben die Dokumentarfilme The Live and Times of Sara Baartman und Children of the Revolution. Der in seinem Spielfilmdebüt als Filmfigur vorkommende Jürgen Schadeberg drehte 1989 den Dokumentarfilm Have You Seen Drum Recently?, der ebenfalls auf dem diesjährigen cinemafrica-Programm steht.
Drehbuch: Jason Filardi
Kamera: Lisa Rinzler
Musik: Terence Blanchard
Schnitt: Troy Takaki
Mit: Taye Diggs (Henry Nxumalo), Gabriel Mann (Jürgen Schadeberg), Rumisho Masha (Can Themba), Moshidi Motshegwa (Florence Nxumalo)
96 Min., Farbe, 35 mm, E/Afrikaans/d