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O Herói
Zézé Gamboa (Angola/Portugal 2004)

In seinem ersten Langspielfilm erzählt Zézé Gamboa vom Leben in Angola nach dem Friedensschluss. Eine der Hauptfiguren ist der aus der Armee entlassene Unteroffizier Vitorio, der bei einer Minenexplosion ein Bein verloren hat. Die Rückkehr des ehemals Zwangsrekrutierten in das zivile Leben zeichnet der Autor als qualvollen Gang durch eine unsolidarische Gesellschaft in die Desillusion. Nichts und niemand wartet in Luanda auf Vitorio und nur sein zufälliges Zusammentreffen mit der warmherzigen Prostituierten Judite und später mit Manu, einem orientierungslosen Jungen auf der verzweifelten Suche nach seinem an der Front verschollenen Vater, lässt hoffnungsvollere Zukunftsperspektiven aufkommen.
Wie schon in seinen Dokumentarfilmen richtet Zézé Gamboa einen schonungslosen und zugleich liebevollen Blick auf sein Heimatland, wo die Bewältigung des fast dreissigjährigen Bürgerkriegs noch lange Zeit brauchen wird. O Herói erhielt 2005 den ersten Preis in der Sektion World Cinema beim Sundance Film Festival.
Von Zézé Gamboa präsentierte cinemafrica bei früheren Ausgaben Mopiopio und Dissidencia. 1999 war er zu Gast.

Drehbuch: Carla Baptista, Fernando Vendrell
Kamera: Mario Masini
Musik: David Linx
Schnitt: Anna Ruiz

Mit: Makena Diop (Vitorio), Milton Coelho (Manu), Maria Ceica (Judite), Patricia Bull (Joana)

97 Min., Farbe, 35 mm, Portugies/f

Spieldaten


Vergangene Vorstellungen:
Fr.,
24.11.2006
14:00
So.,
26.11.2006
20:30