Der namibische Regisseur Richard Pakleppa sucht in seinem Filmessay nach Antworten auf die Frage, wie man sich in einem Land fühlt, das nach dreissig Jahren Bürgerkrieg zu einem Frieden gefunden hat. Seine Kamera führt durch die Strassen Luandas und in Provinzstädte, zeigt die vielfältige Landschaft, in der nach der Räumung eines Bruchteils der Minen wieder geerntet wird. Eine Gruppe von Strassenkindern, ein Lehrer, ein Priester, eine Fischverkäuferin, ein Fotomodell und ein Rapper erzählen vom Krieg und von den Veränderungen, die ihr Leben seit dem Friedensschluss bestimmen. Ihre Worte schwanken zwischen Hoffnungslosigkeit und Aufbruchswillen; die Bilder von bewohnten Ruinen, neuerstellten Luxusvillen hinter Gittern, vom geschäftigen Messezentrum und den Jungs, die auf dem Gehsteig eine einfache Mahlzeit teilen, verweben sich mit den sehnsüchtigen Liedern des angolanischen Musikers Paulo Flores. Zusammen mit Richard Pakleppa schrieb Flores auch die lyrischen Brieftexte, die eine sinnliche Frauenstimme vorliest. Ihre Worte sind eine Liebeserklärung an ein zerrissenes Land.
Drehbuch: Richard Pakleppa
Kamera: Richard Pakleppa
Musik: Paulo Flores
Schnitt: Robert Hargreaves
60 Min., Farbe, Video, Portugies/E/e