«Könnte ich schreiben, schriebe ich dir Tag und Nacht.» Die Worte, die die schwangere Aïcha in Gedanken an ihren Mann richtet, bilden die Tonspur zu der atemberaubenden Landschaft im Atlas-Gebirge, in der sie zusammen mit ihrem kleinen Sohn lebt. Gegen ihren Willen ist der Berber Saïd nach Casablanca gereist und bedient nun zusammen mit Ottman, einem Sahraoui, und Ismail, einem Araber, der sein Dorf ebenfalls verlassen hat, die Kundschaft eines geschäftstüchtigen Restaurantbesitzers, der sich als unerbittlicher Patron entpuppt. Neben ihrer harten Arbeit führen die drei Kellner ein einsames Leben, gefüllt von Träumen, die sich in ein schreckliches Nichts auflösen werden.
Mohamed Asli, in Italien ausgebildet und vom Neorealismus geprägt, arbeitete vor der Realisierung seines Erstlingswerks lange Jahre als Produzent. Im «afrikanischen Hollywood» Ouarzazate gründete er 2004 eine Filmschule. Im selben Jahr wurde A Casablanca les anges ne volent pas an den «Journées cinématographiques de Cartaghes» mit dem ersten Preis ausgezeichnet.
Drehbuch: Mohamed Asli
Kamera: Roberto Meddi
Musik: Stephan Micus
Schnitt: Raimondo Aiello
Mit: Abdessamad Miftahalkhair (Ismail), Laila el Ahiani (Aïcha), Abderrazzak el Badaoui (Boss), Rachid el Hazmir (Saïd), Abelaziz Essghyr (Ottman)
97 Min., Farbe, 35 mm, Arab/f