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Tanger, le rêve des brûleurs
Leïla Kilani (Marokko/Frankreich 2003)

Die Marokkanerin Leïla Kilani ist eigentlich Historikerin und kam nur durch eine Verkettung von Zufällen dazu, einen Film zu realisieren. Mit der Wahl ihres Schauplatzes für die Annäherung an Menschen, die von der Idee besessen sind, den afrikanischen Kontinent hinter sich zu lassen, unterstreicht sie das Exemplarische an Tanger für die Situation, in der sich Migranten weltweit befinden. Ihr Ziel, hier Europa, ist immer präsent, das zu überwindende Hindernis aber ist riskant, tiefer als Grenzzäune hoch sind. «Brûleurs», Verbrennende, werden die Männer und Frauen genannt, die bereit sind, alles aufzugeben, auch ihre Identität, um vielleicht die andere Seite der Meerenge zu erreichen. Leïla Kilani nennt sie «Cowboys» und sieht in ihnen Helden, keine Desperados, denn, so sagt sie, Verzweifelte bringen die nötige Energie nicht auf. In den engen Gassen und in der Umgebung des Hafens von Tanger finden sich viele dieser entschlossenen Einzelgänger. Doch die Autorin konzentriert sich auf Rhimo, Denis und Azîz.

Drehbuch: Leïla Kilani
Kamera: Benoît Chamaillard
Schnitt: Gladys Joujou

53 Min., Farbe, Video, OV/f

Spieldaten


Vergangene Vorstellungen:
Sa.,
25.11.2006
16:30