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Arlit, deuxième Paris
Idrissou Mora-Kpai (Benin/Frankreich 2005)

Idrissou Mora-Kpai begleitet den alten Issa beim vielleicht letzten Besuch einer Stadt, in die er als Jugendlicher zog. Es ist Arlit, im Norden von Niger. Nach Uranfunden in den 70er Jahren gegründet, erlebt Arlit eine kurze Blütezeit. Wie ein zweites Paris, gross, reich und modern, verspricht die Wüstenstadt zu werden und ist Anziehungspunkt einer innerafrikanischen Migration. Noch immer wird Uran abgebaut, aber die Geschäfte laufen schlecht. Der Preiszerfall hat die internationalen Investoren zum Rückzug bewogen, viele der hängen gebliebenen Arbeitslosen sind verstrahlt. In den letzten Jahren hat sich Arlit in eine Kapitale des Wartens verwandelt: Warten auf den totalen Niedergang, auf den Tod, auf einen Transport durch die Sahara. Denn für die neuen Migranten ist Arlit heute eine Etappe auf dem hindernisreichen Weg nach Europa.
Von Idrissou Mora-Kpai präsentierte cinemafrica 2004 einen Dokumentarfilm über die eigene Rückkehr nach Afrika; 1997 war er zu Gast mit seinem ersten Kurzfilm Fugace.

Drehbuch: Idrissou Mora-Kpai
Kamera: Jacques Bessé
Musik: Amadou Sariki Nomma, Gruppe Ferdewass Arlit
Schnitt: Vera Memmi

78 Min., Farbe, 35 mm, OV/d

Spieldaten


Vergangene Vorstellungen:
Sa.,
25.11.2006
18:00