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Un matin bonne heure
Gahité Fofana (Frankreich/Guinea 2005)

Eines frühen Morgens ziehen sich zwei Jugendliche auf dem Niemandsgelände um den Flughafen von Conakry die wärmsten Kleider über, die sie sich beschaffen konnten. Sie wissen, dass es kalt ist in der Flughöhe des Jets, der sie in die andere Welt bringen soll. Am 2. August 1999 werden sie in Brüssel im Fahrwerk einer Sabena-Maschine entdeckt, erfroren, in ihren Taschen ein Brief, gerichtet an «Ihre Exzellenzen, die Herren Verantwortlichen Europas». Der Text dieses umständlich formulierten Hilferufs von Yaguine Koïta und Fodé Tounkara steht am Schluss von Gahité Fofanas Schilderung ihrer letzten Tage. Die sensible Erzählung des guineisch-französischen Regisseurs ist fiktiv und steht für die Lebenssituation vieler junger AfrikanerInnen, die dem Warten auf eine bessere Zukunft ein Ende setzen wollen. Sie haben ein Dach über dem Kopf, gehen zur Schule, machen Musik und lieben den Sport, doch in der Gesellschaft, in der sie leben, ist die Verwirklichung von Träumen nur den wenigsten vorbehalten.
cinemafrica präsentierte in früheren Ausgaben bereits mehrere Dokumentar- und Spielfilme von Gahité Fofana, im Jahre 2001 war er zu Gast.

Drehbuch: Gahité Fofana
Kamera: Benoît Chamaillard
Musik: Sory Kandia Kouyaté
Schnitt: Gahité Fofana, Marielle Babinet

Mit: Mamoudou Camara (Yaguine), Sory Kandia Kouyaté (Fodé), Amy Boïro (Khesso)

75 Min., Farbe, 35 mm, OV/F/e

Spieldaten


Vergangene Vorstellungen:
Sa.,
25.11.2006
20:30
Mo.,
27.11.2006
15:00
Mi.,
29.11.2006
18:15