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Lerchen am Faden
(Skřivánci na niti)
Jiří Menzel (ČSSR 1969)

Einer der brillantesten Filme des grossen tschechischen Komödienregisseurs: In den fünfziger Jahren sollen auf einem Schrottplatz «bourgeoise Elemente», Menschen also, die nicht so ticken, wie es das System möchte, «umerzogen» werden: ein Philosoph, der sich weigerte, Schopenhauer aus seiner Bibliothek zu verbannen, ebenso wie ein ehemaliger Staatsanwalt, der sich nicht dem politischen Diktat fügen wollte. «Ein filmisches Meisterwerk, das mit subtil-subversivem Humor die Fassaden von Politik und Ideologie durchlöchert. Virtuos verbinden sich bissige politische Kommentare mit warmherziger Sympathie für die Menschen.» (Lexikon des internationalen Films)
Lerchen am Faden steht in diesem Programm stellvertretend für die unzähligen osteuropäischen «Regalfilme» der sechziger Jahre: Menzel konnte seinen Film zwar nach dem Ende des «Prager Frühlings» noch drehen, doch bis zu seiner Fertigstellung hatte sich das politische Klima so verhärtet, dass er für zwanzig Jahre im «Giftschrank» verschwand.

Drehbuch: Bohumil Hrabal, Jiří Menzel, nach einer Geschichte von Bohumil Hrabal
Kamera: Jaromír Šofr
Musik: Jiří Šust
Schnitt: Jiřina Lukešová

Mit: Václav Neckář (Pavel), Jitka Zelenohorská (Jitka), Vlastimil Brodský (Philosoph), Rudolf Hrušínsky (Gruppenleiter), Vladimír Ptáček (Milchmann), Nad'a Urbánková (Lenka), Leoš Suchařípa (Ex-Staatsanwalt), Ferdinand Krůta (Kudla, Erzähler), František Řehak (Drobeček), Jaroslav Satoranský (Aufseher), Jiřina Štěpničková (Pavels Mutter)

100 Min., Farbe, 35 mm, Tsch/f, J/14

Spieldaten


Vergangene Vorstellungen:
Mi.,
14.1.2004
18:00
Fr.,
23.1.2004
18:00
Di.,
27.1.2004
15:00