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Wachtmeister Studer
Leopold Lindtberg (Schweiz 1939)

So unbequem Friedrich Glauser war, sein Krimi vom Kantonspolizei-Wachtmeister, der einer allzu klar scheinenden Mordaffäre misstraut, schien bereits 1939 einen Erfolg zu verbürgen. «Kurz bevor sein Wachtmeister – der zu redlich und zu mitfühlend ist, um einen guten Beamten abzugeben – dank Gretler zu einem nationalen Symbol wird, stirbt Glauser, sein Schöpfer, geächtet, verkannt und totgeschwiegen ... Glausers zärtlich-verletzlicher, schlauer und insgeheim beklommener Studer wird paternalistisch, mürrisch, massig, einmal feldweibelmässig autoritär .... - plumpe Biederkeit und redliche (wenn auch leicht auf Vorteil bedachte) Gutmütigkeit ersetzen die Subversivität der Originalfigur. Allein durch Gretlers physische Erscheinung wird sein Wachtmeister obrigkeitshöriger - der Marlowe der Berner Armenviertel verwandelt sich in einen ländlichen und markigen Maigret, mit Brissago statt Pfeife, stämmig, währschaft, knollennasig.» (Hervé Dumont)

Drehbuch: Richard Schweizer, Horst Budjuhn, Kurt Guggenheim, nach dem Roman von Friedrich Glauser
Kamera: Emil Berna
Musik: Robert Blum
Schnitt: Käthe Mey

Mit: Heinrich Gretler (Wachtmeister Hermann Studer), Bertha Danegger (Mutter Aeschbacher), Anne-Marie Blanc (Sonja Witschi), Adolf Manz (Aeschbacher, Bürgermeister), Armin Schweizer (Gottlieb Ellenberger), Ellen Widmann (Anastasia Witschi), Robert Troesch (Armin Witschi), Robert Bichler (Erwin Schlumpf), Hans Kaes (Murmann, Polizist), Zarli Carigiet (Schreier), Rudolf Bernhard (Schwomm), Sigfrit Steiner (Dr. Steffen, Untersuchungsrichter)

112 Min., 35 mm, Dialekt, 12 J

Spieldaten


Vergangene Vorstellungen:
So.,
5.11.2000
14:30
Fr.,
10.11.2000
20:30