«Ein Film über Patrice Lumumba, den grossen Revolutionär Afrikas, den ersten Präsidenten des unabhängigen Kongo, der 1961 auf Betreiben einer internationalen kolonialen Koalition ermordet wurde. Der Mörder, Mobutu, war bald darauf als treuer Statthalter westlicher Interessen Präsident des Kongo/Zaire. Peck sucht und findet seine Bilder in Brüssel, verbindet geschickt seine private Spurensuche mit der Person, den Legenden und der Politik Lumumbas. In Interviews und Dokumentaraufnahmen wird in seltener Offenheit klar: Lumumba wurde ermordet, weil er nicht manipulierbar war (…). Ein Film, der Tränen und geballte Fäuste hinterlässt.» (FilmInitiativ Köln e.V.)
«Eine brillante, komplexe und poetische Studie über die Wahrnehmung des Anderen, die Schatten eines zum Exotismus domestizierten Rassismus, auch über die Versklavung eines Grossteils der Menschheit durch die Bilder, die sich der andere Teil davon macht. ‹Es gibt die Bilder, und es gibt die Leute, die sie erfinden.› Das ist Pecks Thema, daher stammt sein Antrieb, ‹eigene› Bilder zu machen und sie den Klischees der Anderen entgegenzustellen.» (Christina Bylow, Die Zeit, 12.7.2001)
Drehbuch: Raoul Peck
Kamera: Matthias Kälin, Philippe Ros
Schnitt: Eva Schlensag, Aïlo Auguste-Judith, Raoul Peck
69 Min., Farbe + sw, DCP, F+E/e
Berlin, Juni 1982: Raoul Peck studiert an der Deutschen Film- und Fernsehakademie, Ronald Reagan besucht die «Mauerstadt» während heftiger Demonstrationen. «Für seinen Kurzfilm wählt Raoul Peck die Form eines politischen Pamphlets. In einer geschickten Montage macht er die Lüge sichtbar, die der amerikanische Präsident verkörpert, und prangert die Sinnentleerung der Sprache im öffentlichen Raum an.» (Visions du Réel, 2025)
Drehbuch: Raoul Peck
Schnitt: Raoul Peck
Mit: Otto Zonschitz (Erzähler)
13 Min., sw, 16 mm, D