«Während der spannungsgeladenen zwei Wochen der Kubakrise im Oktober 1962 sind die Brüder Gene und Dennis begeistert, als sie erfahren, dass nicht nur ein neuer Horrorfilm im lokalen Kino gezeigt wird, sondern dass auch der aussergewöhnliche Showman Lawrence Woolsey anwesend sein wird, um seine neueste Attraktion ‹Atomo Vision› zu testen. Woolsey ist ein zweitklassiger Produzent von drittklassigen Filmen, der seine Ware mithilfe von Gimmicks verkauft, und er stattet das Kino mit allerlei elektronischer Zauberei aus, um das Erlebnis zu optimieren, sehr zum Leidwesen seines unbeeindruckten Managers. Doch als der Abend der grossen Show näher rückt, spitzt sich die Gefahr einer nuklearen Vernichtung zu ...» (Tim Greaves, cinemaretro.com)
«Mit der Figur Woolsey würdigt Dante den ‹Gimmick-Regisseur› William Castle. Als Erfinder verrückter pseudotechnischer Verfahren (…), die eher Werbegags als technologische Fortschritte waren, ist William Castle ein Idol von John Waters oder Robert Zemeckis – er verkörpert ein unabhängiges, publikumswirksames Kino, das mit einem Augenzwinkern eine Komplizenschaft mit den Zuschauer:innen eingeht. Der Film ist zugleich Hommage an diese Art von Unschuld, an ein scheinbar argloses Amerika, an eine goldene Ära, deren Ende die Kubakrise, in der der Film spielt, einläutete.» (Olivier Gonord, Cinémathèque française, Mrz 2017)
35mm collection print courtesy of the UCLA Film & Television Archive.
Drehbuch: Charlie Haas
Kamera: John Hora
Musik: Jerry Goldsmith
Schnitt: Marshall Harvey
Mit: John Goodman (Lawrence Woolsey), Cathy Moriarty (Ruth Corday), Simon Fenton (Gene Loomis), Omri Katz (Stan), Lisa Jakub (Sandra), Kellie Martin (Sherry), Jesse Lee (Dennis Loomis), Lucinda Jenney (Anne Loomis), James Villemaire (Harvey Starkweather), Robert Picardo (Howard), Jesse White (Mr. Spector), John Sayles (Bob)
99 Min., Farbe, 35 mm, E/d