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Drei vorklassische Stummfilme


Die Liebe der Maria Bonde
«Fräulein Maria Bonde wird verehrt von Baron Fedja Bronikow aus Sofia. Maria ist aber in den Verlobten ihrer Schwester, Martin Steinert, verliebt, der ihre Gefühle erwidert. Marias Schwester Gunne ist, wie ihr Verlobter, Kunstreiterin im Zirkus und schwer krank. Nach einem Zusammenbruch tritt Maria statt ihrer Schwester mit Martin im Zirkus Panelli auf. Er gesteht Maria erneut seine Liebe und die beiden heiraten heimlich. Als Gunne dies herausfindet, stirbt sie mit gebrochenem Herzen. Nach der Geburt ihres ersten Kindes kränkelt Maria, daher springt ihre jüngere Schwester Anella bei den Zirkusproben mit Martin für sie ein. Wird sich die Geschichte wiederholen?» (Deutsche Kinemathek ‒ Museum für Film und Fernsehen)
Rapsodia satanica
«Üppig und traumartig entfaltet dieses poema-cinema-musicale seine berückende Bildwelt des Jugendstils und des Symbolismus. Die Handlung ist so unwesentlich wie in einem Ballett, lässt sich am besten in Substantiven erzählen: Schönheit, Triumph, Tod, Reue, Begehren. Der Blick schweift über lyrische Szenarien von Frühlingsreigen und melancholischen Herbstgärten und verengt sich auf den Körper von Lyda Borelli. Die seelenlose Femme fatale wandelt sich zu einer liebesatmenden Sterblichen, aufgelöst in Verschleierungen und Spiegelungen und von Lichteffekten plastisch überhöht.» (Mariann Lewinsky)
«Dieses Melodram ist weit von einer schlichten Theaterverfilmung entfernt; hier wird der Raum zur Poesie. Wenn man Visconti verstehen und wirklich lieben will, muss man bis zu dieser Art von CINES-Produktion zurückschauen.» (Freddy Buache)
Rapsodia satanica wurde 1915 gedreht, nach einer ersten geschlossenen Vorführung aber umgeschnitten und erst 1917 in die Kinos gebracht. Der Komponist Pietro Mascagni («Cavalleria rusticana») komponierte eine Originalmusik, die wesentlich zum Erfolg des Films beitrug. Sie ist im Filmpodium zu hören.

Gesamtdauer: 97 Min.

Programm

Emerich Hanus (Deutschland 1918)

Drehbuch: Friedel Köhne

Mit: Martha Novelly (Maria Bonde), Paula Eberty (Frau Bonde), Eva Maria Hartmann (Gunne), Ursula Hell (Anella), Kurt Vespermann (Baron Fedja Bronikow)

46 Min., sw, 35 mm, Stumm, dt. Zw'titel


Charles Decroix (Frankreich 1909)


Mit: Stacia Napierkowska, Andrée Marly

6 Min., sw + handkoloriert, 35 mm, stumm, franz. Zw'titel


Nino Oxilia (Italien 1915)

Drehbuch: Alberto Fassini, Fausto Maria Martini (Gedicht)
Kamera: Giorgio Ricci
Musik: Pietro Mascagni

Mit: Lyda Borelli (Contessa Alba d'Oltrevita), Ugo Bazzini (Mephisto), Andrea Habay (Tristano), Giovanni Cini (Sergio)

45 Min., handkoloriert, Digital SD, Stummfilm mit Musik, ital. Zw'titel

Spieldaten


Vergangene Vorstellungen:
Di.,
5.4.2016
18:15
Einführung und Buchpräsentation durch die Herausgeber; am Flügel: André Desponds; Eintritt: 21.--/17.--