Programm  
Kommende Specials
31.05.2013 20:45 Uhr
Yeelen
Filmgespräch
Nairobi Half Life

 


Spieldaten:
 
Sa,  01.06.2013,  20:45
in Anwesenheit des Regisseurs
 
Di,  04.06.2013,  20:45
 
Mi,  05.06.2013,  18:15
 
So,  09.06.2013,  15:00
 
Di,  11.06.2013,  18:15
 
Do,  13.06.2013,  15:00
 
Do,  27.06.2013,  18:15
 

Filmreihe:
Filmfest Afrika
Regie: David «Tosh» Gitonga
Land, Jahr: Kenia/Deutschland, 2012

Text: Der junge, ehrgeizige Mwas will Schauspieler werden. Mit Traum und Talent im Gepäck zieht er von seinem Dorf in Kenias Metropole Nairobi. Kaum angekommen, muss er am eigenen Leib erfahren, weshalb die Stadt auch Nairobbery genannt wird − ausgeraubt und allein kämpft er um eine Chance im Grossstadtdschungel und um seine Zukunft. Er lernt den Anführer einer Gang kennen, der ihn in seine Kreise einführt. Obwohl Mwas droht, endgültig in Nairobis Unterwelt abzurutschen, behält er seinen Traum vom Schauspielen immer fest im Blick. Er beginnt ein gefährliches Doppelleben zwischen Off-Theatertruppe und Raubzügen, bis er vor eine schwierige Entscheidung gestellt wird.
«Der 31-jährige Regisseur «Tosh» Gitonga hat seinen Erstling in nur vier Wochen praktisch auf der Strasse gedreht. Er habe, verrät er in Berlin, Räuberbanden konsultiert, um deren Handwerk möglichst realistisch darstellen zu können.
Sein Film ist in Kenia ein Riesenerfolg. Das Drama um einen Jungen vom Land, der Schauspieler werden will (aber erst mal Gangster wird), läuft in der sechsten Woche. Für eine kenianische Produktion, in der grösstenteils der Ghettoslang Sheng gesprochen wird, ist das aussergewöhnlich. Ausländische Filme von Hollywood bis Bollywood dominieren den Markt. Dass Nairobi Half Life sich zwischen ihnen behauptet, liegt zum einen an der Souveränität, mit der Gitonga erzählt. (…) Der Laiendarsteller Joseph Wairimu gibt diesen Mwas als einen der auszog, das Fürchten zu lernen: naiv, zärtlich, gewitzt, mit einem unverschämt-ansteckenden Lächeln ausgestattet. Wie überhaupt das Schauspielerensemble durch wuchtige Präsenz überzeugt.
Zum anderen hat der grosse Erfolg mit der Produktionsgeschichte zu tun. (…) Nairobi Half Life ist ein Beispiel für erfolgreiche Entwicklungshilfe. Er wäre nicht entstanden ohne die deutsche Produktionsfirma «One Fine Day Films», einem Ableger von Marie Steinmanns Wohltätigkeitsverein One Fine Day. Steinmann ist mit Tom Tykwer verheiratet, der als Produzent und Supervising Regisseur firmiert. Ihr 2008 gegründeter Verein schult Kinder und Jugendliche in den Slums von Nairobi in Ballett, Malerei, Tanz und Musik. Jährlich gibt es einen Filmworkshop in Kooperation mit der Deutsche-Welle-Akademie. Am Ende produzieren die besten Teilnehmer einen Spielfilm. Die Afrikaner sollen ihre Geschichten in einer international konkurrenzfähigen Bildsprache erzählen. Die Entstehung von Nairobi Half Life wurde vom Goethe-Institut und vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit unterstützt.» (Philipp Lichterbeck, Der Tagesspiegel, 12.10.2012)
 
Trailer


Drehbuch: Serah Mwihaki, Charles «Potash» Matahia, Samuel Munene
Kamera: Christian Almesberger
Musik: Xaver von Treyer
Schnitt: Mkaiwawi Mwakaba

Mit: Joseph Wairimu (Mwas), Olwenya Maina (Oti), Nancy Wanjiku Karanja (Amina), Mugambi Nthiga (Cedric), Paul Ogola (Mose), Antony Ndung'u (Waf), Johnson Gitau Chege (Kyalo), Kamau Ndungu (John Waya), Abubakar Mwenda (Dingo), Mburu Kimani (Daddy M), Mehul Savani (Khanji), Maina Joseph (Kimachia)

Dauer, Format: 96 Min., DCP, Farbe
Sprachen: OV/d
 
01.06.2013
Filmgespräch

Der Regisseur David «Tosh» Gitonga gibt Auskunft zu seinem Film und zur Arbeitsweise der Produktionsfirma One Fine Day Films in Kenia.

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